Die Bürgerinitiative Windkraft Zernien (BIWZ) setzt sich für eine verantwortungsvolle, naturverträgliche und gemeinwohlorientierte Energiewende im Landkreis Lüchow-Dannenberg ein.
Wir verstehen uns nicht als grundsätzliche Gegner der Windenergie. Im Gegenteil: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein notwendiger Bestandteil der Dekarbonisierung und einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass dieser Ausbau mit Augenmaß erfolgen muss – unter Berücksichtigung von Natur, Landschaft, Infrastruktur und den berechtigten Interessen der betroffenen Menschen.
Die derzeit geplanten Windkraftvorhaben in unserer Region überschreiten aus unserer Sicht dieses Maß deutlich. Insbesondere die großflächige Inanspruchnahme von Wald- und Forstgebieten, die Nähe zu sensiblen Schutzräumen sowie die massive Konzentration von Windkraftanlagen widersprechen einer nachhaltigen und ausgewogenen Regionalentwicklung.
Unsere Region ist geprägt von wertvollen Naturräumen, historischer Kulturlandschaft, Streubesiedlung und einem hohen Erholungswert. Diese Qualitäten sind nicht nur Grundlage unserer Lebensqualität, sondern auch ein wichtiger Zukunftsfaktor für sanften Tourismus, Naherholung und die Attraktivität des Wendlands als Lebensraum.
Wir setzen uns daher für eine Energiepolitik ein, die nicht auf möglichst maximale Flächenausweisung abzielt, sondern auf Effizienz, Systemverträglichkeit und Akzeptanz. Dazu gehört insbesondere:
der Vorrang von Repowering bestehender Standorte vor der Erschließung neuer Waldflächen,
der Ausbau der Netzinfrastruktur vor weiterem ungeordnetem Zubau,
eine realistische Bedarfsplanung statt rein flächenbasierter Ausbauziele,
sowie eine transparente und frühzeitige Bürgerbeteiligung.
Der Schutz von Mensch, Natur und Landschaft muss gleichrangig mit energiepolitischen Zielen betrachtet werden. Eine zukunftsfähige Energiewende darf nicht zu Lasten ökologisch sensibler Räume und gewachsener Lebensstrukturen erfolgen.
Wir treten für eine Entwicklung ein, die Klimaschutz, Naturschutz und regionale Lebensqualität miteinander verbindet – sachlich, faktenbasiert und im Dialog.
Keine Windkraftanlagen in Waldgebieten und ökologisch sensiblen Räumen
Vorrang für Repowering bestehender Standorte statt weiterer Flächenexpansion
Bedarfsgerechter Ausbau im Einklang mit Netzkapazitäten
Größere Abstände zu Wohnbebauung und Schutzgebieten
Reduzierung der ausgewiesenen Windkraftflächen auf ein verhältnismäßiges Maß
Schutz des Landschaftsbildes und der regionalen Erholungsräume
Transparente Planungsverfahren und echte Bürgerbeteiligung
Stärkere Berücksichtigung von Natur-, Arten- und Wasserschutz
Faire finanzielle Beteiligung betroffener Gemeinden und Anwohner